Das enge Nebeneinander von gelebten dörflichen Traditionen und einem intensiven internationalen Austausch, den Liechtenstein auszeichnet, bildet die Grundlage für ein aussergewöhnlich vielfältiges Kulturleben. Konzerte, Theater, Tanz und Kabarett, Museen, Galerien und Ateliers sind Anziehungspunkt für Kulturinteressierte und Kunstfreunde aus der ganzen Region.
Ein architektonisches Wahrzeichen ist das Kunstmuseum Liechtenstein der Schweizer Architekten Morger, Degelo und Kerez, welches im Jahre 2000 eröffnet wurde. Die Fassade, ein eingefärbter und fugenlos gegossener Beton aus vorwiegend schwarzem Basaltgestein und farbigem Flusskies, ist so behandelt, dass ein lebendiges Spiel auf der reflektierenden Oberfläche entsteht. Als Museum für moderne und zeitgenössische Kunst beherbergt es die staatliche Kunstsammlung und ist bekannt für seine international bedeutenden Wechselausstellungen.
Grosse Bedeutung besitzt das Liechtensteinische Landesmuseum, welches im Jahre 2003 nach umfassender Renovation neu eröffnet wurde. Weitere Museen sind das Skimuseum oder das Postmuseum und mehrere moderne Ortsmuseen.
Als Träger lokaler Kulturereignisse profilieren sich zahlreiche Vereine, beispielsweise die Operettenbühne Balzers oder die Liechtenstein Musical Company. Vaduz wartet ebenfalls mit einer eigenen Operettenbühne und mit einem richtigen Opernverein auf. Alle vier genannten Vereine führen jeweils im Zweijahresrhythmus eine neue Produktion auf.
Das Theater am Kirchplatz (TaK) in Schaan ist das bedeutendste Theater in Liechtenstein. Seit Oktober 2003 gibt es in Vaduz das Kleintheater Schlösslekeller, wo u. a. das «Liechtenstein Gabarett» (LiGa) mit Ingo und Matthias Ospelt sowie Marco Schädler jährlich ein neues Programm aufführt. Im Bereich Bildende Kunst sind unter anderem zu erwähnen der Bildhauer Georg Malin, (ehem. Leiter der staatlichen Kunstsammlung), der Maler Bruno Kaufmann, der Maler Martin Frommelt aus Schaan sowie die Vaduzer Künstlerin Regina Marxer.
In seinen Grundzügen gleicht das liechtensteinische Schulsystem dem schweizerischen. Am Staatsfeiertag 2006 wurde vom Erbprinzen Alois die Bildung von Profilschulen angeregt, unter denen die Schüler bzw. deren Eltern die freie Wahl haben sollten.