Das Klima des Landes kann trotz der Gebirgslage als relativ mild bezeichnet werden. Es wird stark durch die Einwirkung des Föhns (warmer, trockener Fallwind) geprägt, wodurch die Vegetationszeit im Frühling und im Herbst verlängert wird. Die Messungen der jährlichen Niederschlagsmengen ergeben im Schnitt rund 900 bis 1200 Millimeter. Im direkten Alpengebiet dagegen liegen die Niederschläge oft bei bis zu 1900 Millimeter. Im Winter sinkt das Thermometer selten unter minus 15 Grad, während im Sommer die mittleren Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad schwanken.
Etwa zwei Drittel der Einwohner sind gebürtige Liechtensteiner (65,8 %); ein Fünftel (20,1 %) der Wohnbevölkerung kommt aus dem übrigen deutschen Sprachraum (10,8 % aus der Schweiz, 5,9 % aus Österreich und 3,4 % aus Deutschland), gefolgt von jeweils 3,3 % aus Italien und Einwohnern des früheren Jugoslawien, 2,6 % sind Türken und 4,8 % kommen aus anderen Staaten.
Die Liechtensteiner Bevölkerung spricht einen alemannischen Dialekt des Oberdeutschen, so wie er grenzüberschreitend auch im benachbarten Graubünden, im St. Galler Rheintal (Schweiz) und im benachbarten Vorarlberg (Österreich) gesprochen wird.
Allerdings hebt sich die höchstalemannisch-walserdeutsche Mundart von Triesenberg, deren Träger um das Jahr 1300 n. Chr. im Zuge der Walserwanderung aus dem Schweizer Kanton Wallis ins Land gekommen sind, bis heute deutlich ab von den hochalemannischen Dialekten der altansässigen Bevölkerung, die im Laufe des Mittelalters hier – wie im ganzen unterrätischen Raum – die alte rätoromanische Landessprache zugunsten des Alemannischen aufgegeben hatte. Die alemannischen Ortsdialekte unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde teilweise sehr stark voneinander (siehe: Dialektkontinuum). Schrift- und Mediensprache ist Hochdeutsch (Standardsprache).
Liechtenstein ist der einzige Staat mit Deutsch als alleiniger (anerkannter) Amts- und Landessprache. In den übrigen Staaten des deutschen Sprachraumes sind auch romanische, andere germanische oder slawische Sprachen oder Ungarisch als Amts- oder Minderheitensprachen anerkannt.
Liechtenstein ist ein christlich geprägtes Land, in einer Umfrage im Juni 2003 gaben 75,7 % der in- und ausländischen Bewohner ihre Religion mit römisch-katholisch an, 7,0 % waren evangelisch, 4,2 % gehörten einer islamischen Religionsgemeinschaft an und 10,9 % machten keine Angaben.
Bis 1997 gehörte Liechtenstein zum Bistum Chur. Das Erzbistum Vaduz wurde am 2. Dezember 1997 von Papst Johannes Paul II. errichtet. Dies führte zu einem deutlichen Aufblühen des kirchlichen Lebens im Land. Erzbischof Haas gilt als konservativer Oberhirte. Als Gegenpol entstand der 'Verein für eine offene Kirche'. Die römisch-katholische Kirche ist gem. Art. 37 II der Landesverfassung Landeskirche und geniesst als solche den vollen Schutz des Staates.. Die Trennung von Kirche und Staat wird in heutiger Zeit allerdings angestrebt.
Die folgenden Zahlen über Mitglieder basieren auf der Volkszählung 2000:
- Christen 29'220 – 87,7 %
- Katholiken 26'122 – 78,4 %
- Evangelisch-Reformierte 2'634 – 7,9 %
- Orthodoxe 365 – 1,1 %
- Neupietistisch-Evangelikale 22 – 0,1 %
- Zeugen Jehovas 35 – 0,1 %
- sonstige Christen 79 – 0,2 %
- Neuapostolische 19 – 0,1 %
- Moslems 1'593 – 4,8 %
- Buddhisten 66 – 0,2 %
- Juden 26 – 0,1 %
- sonstige 21 – 0,1 %
- ohne Bekenntnis 941 – 2,8 %
- keine Angabe 1'375 – 4,1 %