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Bevölkerung

Die Vegetation der Iberischen Halbinsel teilt sich in drei große Bereiche auf:

  • Vegetation des feuchten Spanien: Eichen, Buchen
  • Vegetation des trockenen Spanien: immergrüne Eichen (Steineichen, Korkeichen), Pinien und Palmen
  • Vegetation der Gebirge je nach Höhe: Steineichen, Korkeichen, Eichen, Edelkastanien, Wiesen, alpine Magerrasen

Intensiver Anbau von Kulturpflanzen erfordert Bewässerungsanbau.

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Spanier wurde im Juni 2007 mit 79,7 Jahren ermittelt. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer beträgt 76,3 Jahre, die der Frauen 83 Jahre. 16,7% der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre.

In Spanien wird überwiegend Kastilisch, Katalanisch und Galicisch sowie Baskisch gesprochen. Das Kastellan ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei Sprachen in den entsprechenden Autonomen Gemeinschaften diesen Status genießen.

Ferner ist in der Autonomen Gemeinschaft Valencia eine Variation des Katalanischen, Valencianisch, auf den Balearen eine weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquinische, und in Teilen des Territoriums von Navarra Baskisch kooffizielle Amtssprache. Im Val d’Aran hat Aranesisch, eine Variante des Gascognischen, offiziellen Status. Daneben existieren einige Minderheitensprachen, welche von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden und nicht den Status einer Amtssprache haben. Zu diesen zählt Asturleonesisch und Aragonesisch. Im Jálama-Tal (Provinz Cáceres) nahe der portugiesischen Grenze, wird A Fala, ein Dialekt der Galicisch-Portugiesischen Sprache, gesprochen. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight.

Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig.

Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerung sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich.

In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten größtenteils auf Katalanisch gelehrt, Kastellan darf dort jedoch von allen Studierenden in Unterricht und Klausuren benutzt werden.

Zu den Minderheiten des Landes zählen vor allem die "Gitanos" (die spanischen Roma), die etwa seit dem 16. Jahrhundert nach Spanien einwanderten. Heute leben in Spanien etwa 600.000–800.000 Gitanos. Die spanischen Roma sind vor allem in Großstädten wie Madrid, Barcelona, Valencia oder Sevilla beheimatet. Sie brachten einige weltbekannte Stars hervor, z. B. den Sänger Camarón de la Isla oder den Fußballspieler José Antonio Reyes. Vor allem in der spanischen Musik-Szene, speziell dem Flamenco, sind viele Roma zu nennen.

Spanien wies lange Zeit nur geringe Zuwanderungszahlen auf. Erst in den letzten Jahren hat eine stark ansteigende Immigration zu einem Bevölkerungsanstieg von rund fünf Millionen Einwohnern geführt. Die Zahl der in Spanien lebenden Ausländer liegt bei 5,22 Millionen (Januar 2008), was 11,3% der Gesamtbevölkerung entspricht, von denen 2,1 Mio. Staatsbürger anderer EU-Länder sind.

Zwar gehören 92 % der Bevölkerung (Stand 2000) offiziell der römisch-katholischen Kirche an, jedoch schwindet die Anzahl derer, die aktiv am religiösen Leben teilnehmen. Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociológicas im Jahr 2002 gaben nur 80 % der Befragten an, Katholiken zu sein. Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages mit dem Heiligen Stuhl und nicht aus direkt entrichteten Kirchensteuern ihrer Mitglieder, weshalb ein Kirchenaustritt keine finanziellen Vorteile bringt. Seit 2007 müssen allerdings die Steuerzahler selbst entscheiden, ob 0,7% der Lohn- bzw. Einkommensteuer kirchlichen oder anderen sozialen oder kulturellen Zwecken zufließen sollen. Treffen sie keine Entscheidung, wird dieser obligatorische Steuerbetrag direkt den anderen Zwecken zugeleitet. Die seit 1979 existierende direkte staatliche Finanzierung wurde vollständig abgeschafft. Schon zwischen 1988 und 2007 konnten die Steuerzahler entscheiden ob 0,5% der Lohn- bzw. Einkommensteuern kirchlichen oder anderen Zwecken zufließen sollen, wurde damals allerdings ein Mindestbetrag unterschritten kam der Staat dafür auf. Im Jahr 2006 entschieden sich 5.932.080 (33,6%) Steuerzahler dazu diese 0,5% der katholischen Kirche zukommen zu lassen. Ein Jahr zuvor waren es noch rund 226.000 weniger gewesen.

Es ist für Spaniens Katholiken nicht ohne weiteres möglich, sich von der Kirche offiziell loszusagen, da das spanische Recht den Akt des Kirchenaustritts nicht kennt und Spaniens katholische Kirche höchstrichterlich von der Pflicht entbunden wurde, die Daten ihrer Mitglieder auf deren Wunsch aus den Kirchenbüchern zu löschen. Zu dieser Entscheidung des obersten Gerichtshofes in Spanien kam es unter anderem, da sich „das als besonders konservativ geltende Erzbistum von Valencia weigerte, Tilgungen jeder Form vorzunehmen“. Das Erzbistum hatte sich auch nicht von Weisungen der spanischen Datenschutzbehörde (AEPD) beeindrucken lassen und strengte zahlreiche Rechtsverfahren an, wobei es vor der Entscheidung des obersten Gerichtshofes in 171 Fällen unterlag.

In Spanien liegt der wichtige Wallfahrtsort Santiago de Compostela, das Ziel zahlreicher Pilger auf dem Jakobsweg.

Eine größere Minderheit von 12 % der Bevölkerung bezeichnet sich laut genannter Untersuchung als nicht religiös, doch diese Zahl ist heftig umstritten, da sei auf keiner offiziellen Erhebung beruht. Nach einer Studie des PewResearch Center bezeichnen sich gerade einmal 46% der Spanier als „religiös“, 19% als „sehr religiös“. Unter den 18-39-jährigen ist gar nur eine Minderheit von 9% sehr religiös; weltweit ist der Wert nur in Frankreich und Japan niedriger, wo zudem die Werte der 39-59-jährigen nur unwesentlich höher sind.

Die Muslime machen 0,5 %, die Protestanten 0,3 % und Zeugen Jehovas 0,25 % der Bevölkerung aus. Juden, Angehörige anderer Konfessionen und offiziell Konfessionslose stellen zusammen 7,2 % der Bevölkerung.

Siehe auch: Spanische Evangelische Kirche, Judentum in Spanien

Städte mit über 100.000 Einwohnern, mit Einwohnerzahl. (Stand: 1. Januar 2005)

  • Liste der Städte in Spanien

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